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Hoch hinaus in Baden-Württemberg

Über die Machbarkeit, Chancen und Hemmnisse von urbanen Luftseilbahnen in Baden-Württemberg

 Seit wenigen Jahren bringen Verkehrsexperten und Stadtplaner immer wieder den Vorschlag ein, punktuell Luftseilbahnen zur Lösung bestimmter innerstädtischer Verkehrsprobleme heranzuziehen, weil sie einen Beitrag zu nachhaltigerer Mobilität leisten können. Luftseilbahnen lassen sich in den bestehenden ÖPNV integrieren und die Kabinen können problemlos so konzipiert werden, dass sie Barrierefreiheit und Fahrradmitnahme ermöglichen. Sie sind sparsam im Flächenverbrauch und tragen zu geringeren C02-und Luftschadstoffemissionen des Verkehrssektors und verringerter Lärmbelastung bei.

In zahlreichen Städten weltweit werden Luftseilbahnen bereits innerstädtisch eingesetzt, in Deutschland bleibt es aber oft nur bei einer Idee. In Baden-Württemberg werden bisher keine Luftseilbahnen als Bestandteil des ÖPNV eingesetzt. In den letzten Jahren hat sich die Anzahl dieser Projektideen allerdings deutlich erhöht. Trotz technisch voll ausgereifter Systeme stoßen neue Projekte in Deutschland teilweise auf erhebliche Widerstände in der Bevölkerung und unter professionellen Akteuren, die eine Realisierung derartiger Vorhaben verhindern.

Im vorliegenden Projekt sollen deshalb die Einsatzmöglichkeiten sowie die Integrationsmöglichkeiten von Luftseilbahnen in den ÖPNV für drei Untersuchungsräume in Baden-Württemberg herausgearbeitet werden. Um Hemmnisse besser verstehen zu können, werden Erwartungen und Bedenken sowohl in Workshops mit professionellen Akteuren als auch in Fokusgruppen mit Bürgern identifiziert und diskutiert. Zusätzlich werden mithilfe eines mikroskopischen Verkehrsmodells die anzunehmenden Wirkungen einer Luftseilbahn in einem der Untersuchungsräume quantitativ analysiert, um gesamtökonomische und ökologische Bewertungen potenzieller Luftseilbahnen vorzunehmen.

Für den effektiven Wissenstransfer in die Praxis wird ein Handlungsleitfaden erstellt, der für Akteure auf den verschiedenen Handlungsebenen wichtige Punkte im Umgang mit dem Verkehrsmittel Luftseilbahn für seinen urbanen Einsatzzweck übersichtlich aufbereitet.

Aufgaben:

  • Experteninterviews
  • Identifikation von Anwendungsfällen
  • Qualitative Analyse
  • Quantitative Analyse
  • Umsetzungsszenarien
  • Potenziale für urbane Luftseilbahnen in Baden-Württemberg
  • Handlungsleitfaden für Praxisakteure

Fördermittelnehmer:

Karlsruher Institut für Technologie
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse
Maike Puhe (Projektleitung)
maike.puhe@kit.edu

Karlsruher Institut für Technologie
Institut für Verkehrswesen

Partner (assoziiert):

  • Stadt Konstanz
  • Doppelmayr Seilbahnen GmbH

Projektlaufzeit:

24 Monate

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